Mittwoch, 25. Juni 2014

Spätes Fazit

Wie lange habe ich nicht über den Gartensalon gebloggt... 

Dabei war das Salongespräch im März wieder ein ganz wundervoller Abend, erfüllt von Dr. Ulrike Müllers Geschichten über die Salondamen. So anschaulich hat sie über die Frauen, ihre Leben und auch über ihre eigene Arbeit an dem Buch berichtet, dass ich mir vortrefflich vorstellen konnte, wie dieses kurzweilige Werk entstanden ist.
Beim Schreiben mag ihr die eine oder andere Salondame erschienen sein, vielleicht stand sie neben dem Schreibtisch, schaute ihr über die Schulter oder saß ihr gegenüber. "Na, Ulrike, was beeindruckt dich an mir am meisten?"

Das Salongespräch im Anschluss an die Buchvorstellung war wieder sehr angeregt und dauerte bis nach Mitternacht. Dass die Autorin nicht gleich nach ihrem Referat gehen musste, war sehr angenehm - so konnten sich die Gäste direkt mit ihren persönlichen Fragen, die sie nicht in großer Runde stellen wollten, an sie wenden oder auch das Buch signieren lassen.

Ein großes Dankeschön geht an die Referentin, Frau Dr. Ulrike Müller, für die Buchvorstellung und die Mühe, die Fahrt nach Delitzsch angetreten zu haben.

Viele Gäste erfreuten uns mit überraschenden Geschenken, einfach so! Im Gartenblog gibt es dazu ausführliche Informationen und hier trotzdem nochmal ein dickes DANKE.

Die liebe Familie Glowka war aus Krankheitsgründen diesmal nur hälftig vertreten, trotzdem spendierten sie wieder etwas zum Knabbern. Auch dafür besten Dank!

Bevor im Herbst das nächste Salongespräch im Gartensalon stattfindet, wird es Anfang September noch ein Konzert geben. Die wunderbar begabte Hannah Wagner von Saeldes Sanc beehrt den Gartensalon.

Sonntag, 2. Februar 2014

Salonfrauen im Gartensalon

"Salonfrauen" heißt das im September 2013 im Elisabeth-Sandmann-Verlag veröffentlichte Buch der in Weimar ansässigen Autorin Ulrike Müller. 
Einige bekannte und weniger bekannte Förderinnen der Salonkultur stellt sie darin vor, wie Rahel Varnhagen, Berta Zuckerkandl etc.

Beim nächsten Salongespräch wird Frau Dr. Müller eine Auswahl der Lebens- und Salongeschichten der "Salonfrauen" freundlicherweise mit in unseren Gartensalon bringen. Wir sind schon sehr gespannt auf den Abend, obgleich es noch etwa acht Wochen bis dahin sind.

Freitag, 10. Januar 2014

Wie geht es weiter?

Zwei Wunschthemen gibt es in diesem Jahr für die Salongespräche. Eines hat mit der Geschichte von Salons, besser: von Salondamen, zu tun, das andere mit einer bedeutenden historischen Schrift. Der Kontakt zu potentiellen Gastreferenten ist hergestellt und nun hoffen wir, dass es klappt.

Der örtliche Heimatvereinsvorsitzende ist endlich aufgewacht und hat unser erstes Gartensalon-Thema endlich auf die Liste der öffentlichen Vorträge gesetzt. Längst überfällig war das und vielleicht hat unser privates Engagement diese Entwicklung sogar begünstigt.


Außerdem plane ich, dieses Jahr nun den Beitrag über das "Lesekränzchen" zu veröffentlichen, das 1849 in meiner Heimatstadt gegründet wurde. Die Kränzchen waren indirekte Nachfolger der Salons, jedoch meist reine Frauen- und Mädchenrunden von bürgerlichen Familien.


Viel zu tun also in 2014. Ich freu mich darauf.

Sonntag, 10. November 2013

Sudelbücher im Salon

Den Autoren Georg Christoph Lichtenberg nur auf seine "Sudelbücher" zu reduzieren - die grandiose Aphorismen enthalten - wird seinem umfassend gebildeten Kopf nicht gerecht. Breit interessiert und allzu menschlich in seiner Physiognomie und in seiner Liebe zur kleinen Stechardin wuchs er den Gästen unseres zweiten Salongesprächs während des Vortrags von Dr. Dietmar Seifert schnell ans Herz. 
Der frühere Herzchirurg Seifert, der bereits für die Lichtenberg-Gesellschaft vortrug, berichtete frei und mit vielerlei graphischen Darstellungen unterlegt, vom inhalts- und abwechslungsreichen Leben des nahezu als Universalgelehrten zu bezeichnenden Lichtenberg und auch über seinen Leibarzt August Gottlieb Richter. 
An den kurzweiligen Vortrag schlossen sich anregende Gespräche zwischen den Gästen an, und auch nach diesem zweiten Salongespräch resümieren wir: Es lohnt sich und es sollte Nachahmer finden.

Unser Dank gilt:



  • Herrn Dr. Seifert und seiner Gattin sowie seinem Bruder für die Vorbereitung und Durchführung des Vortrags,
  • Herrn Jacob vom Ingenieurbüro für Arbeitssicherheit, der uns wiederholt Stühle und Technik zur Verfügung stellte, 
  • Familie Glowka, die uns mit einer großen Schüssel voller Kräppelchen erfreute sowie
  • allen Gästen.

Die schriftliche Version des Vortrags wird wahrscheinlich Ende 2014 von der Lichtenberg-Gesellschaft veröffentlicht.

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Sekt trinken und Gutes tun

Der Referent möchte diesmal kein Honorar, sondern, dass die Gäste des Abends spenden. 

Denn auf der Jahrhundertbaustelle in unserer Stadt - der Sanierung des mächtigen Westturms der Stadtkirche St. Peter & Paul - haben sich vor einigen Monaten Probleme aufgetan. In Form von Hausschwamm. Wer ihn hatte, weiß, welches Stündlein geschlagen hat, vor allem für einen mittelalterlichen Kirchturm. 

Es gilt also nun, eine große Deckungslücke zu schließen und dafür ist jeder Euro gern gesehen. 
Mal schauen, ob unsere Gäste ihr Portemonnaie weit öffnen. Vielleicht hilft unser Sekt ein bißchen dabei...

Dienstag, 8. Oktober 2013

Laden oder verladen - das ist hier die Frage!

Die richtige Einladung. Die Richtigen einladen. Da gibt es viel falsch zu machen.

Die Mischung der Gäste ist wirklich nicht leicht. Es gibt die, die man zwingend dabei haben muss. Weil man sie mag. Weil sie verstehen. Dann gibt es die, auf die man selbst neugierig ist. Weil man sie noch gar nicht so gut kennt und nur ahnt 'Wir sind auf einer Welle.' 

Nicht alle, die beim Auftakt dabei waren, werden diesmal wieder Gäste sein. Durch die neuen Besucher soll nochmal eine neue Spannung in den Abend kommen. Wir sind gespannt, ob es funktioniert.

Mittwoch, 28. August 2013

Der Wahnsinn geht weiter

Wir tun es wieder - Termin und Thema für das nächste Salongespräch sind beschlossene Sachen. Diesmal geht es um zwei herausragende Personen aus der Zeit der Aufklärung. 

"Der treffliche Richter und sein Patient". Was für ein Vortragstitel! 


Als Autor ist Georg Christoph Lichtenberg bekannt geworden, seine Aphorismen aus den "Sudelbüchern" sind so treffend auch heute noch. Wenige Menschen kennen jedoch sein Wirken als Mathematiker, wahrscheinlich noch weniger wissen von seiner Wirbelsäulenverkrümmung. Als Leibarzt betreute ihn August Gottlieb Richter, "der treffliche Richter" eben. Er begründete die Chirurgie als eigenständige Sparte der Medizin, war Freimaurer und Autor.


Inzwischen haben der Gatte und ich die Einladungsliste fertig und hoffen, wieder ein gutes Händchen für die Mischung der Gäste zu haben...